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Als OB in Dresden stehen mir dafür zwei Wege zur Verfügung. Zum einen verändere ich durch eine generelle Diversity-Strategie aktiv die Abläufe und Perspektiven innerhalb der städtischen Verwaltung und anderen städtischen Einrichtungen (z.B. Kitas und Schulen). Die bisherigen Angebote wie Girls und Boys Day der Stadt Dresden reichen an dieser Stelle nicht aus. Wir müssen deutlich früher ansetzen als zu dem Zeitpunkt, wo sich Kinder für
zukünftige Berufe interessieren. Das fängt schon bei den Kleinsten in der Kita an, und geht über die Schule bis ins Erwachsenenalter. Schulungen für gendersensible Pädagogik in Kitas und Schulen halte ich dabei für ein mögliches Mittel, aber auch Schulungen in der Verwaltung. Zusammenarbeiten könnte man dort beispielsweise mit dem Genderkompetenzzentrum Sachsen. Weiterhin kann ich mich für Maßnahmen einsetzen, die den Gender Pay Gap beseitigen und auch beim Gender Care Gap auf Maßnahmen hinwirken, indem z.B. in städtischen pädagogischen Einrichtungen die Löhne angepasst werden - Fürsorgearbeit wird bei uns lange nicht so geschätzt, wie sie geschätzt werden
sollte. Zum anderen wirke ich als Vorbild in die Stadtgesellschaft hinein, indem ich mich persönlich für die Förderung von entsprechenden Projekten einsetze. Gesellschaftliche Anerkennung haben wir erst dann erreicht, wenn alle frei und ohne Angst vor Diskriminierung hier in Dresden leben können. Das wird eine Zeit dauern, aber überall dort, wo ich kann, werde ich alles dafür Notwendige in Bewegung setzen.